MRI des Herzens

Das kardiovaskuläre Magnetresonanztomgraphie (MRI) ist ein modernes, nichtinvasives Bildgebungsverfahren in der Radiologie, das neue diagnostische Möglichkeiten bietet. Es erlaubt nicht nur eine detaillierte Darstellung des Herzmuskels, sondern auch die Durchführung funktioneller Untersuchungen zum Nachweis von Durchblutungsstörungen des Herzmuskels. Darüber hinaus ermöglicht das Herz-MRI auch verschiedenste Formen der Gewebecharakterisierung und eine Darstellung des Blutflusses in den Gefässen. Somit können in einer Herz-MRI-Untersuchung zahlreiche wichtige Informationen als «one-stop-shop» gewonnen werden. Alle Untersuchungen kommen ohne die Verwendung von Röntgenstrahlen aus, was das MRI zu einer schonenden Methode macht, die sich auch gefahrlos mehrfach wiederholen lässt. Unsere Abteilung verfügt, zusammen mit dem Institut für Biomedizinische Technik der ETH und Universität Zürich, über die neuesten MR-Technologien für eine optimierte klinische MRI-Diagnostik auf hochmodernen MR-Geräten (1.5 Tesla und 3.0 Tesla).

Indikationen:
Evaluation von kradialen Durchblutungsstörungen
Detektion entzündlicher Herzerkrankungen

  • Charakterisierung von Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathie)
  • Gewebecharakterisierung
  • Präoperative Planung vor minimalinvasiven oder interventionellen Eingriffen

Ablauf und Funktion:
Vor der Untersuchung wird sowohl ein EKG wie auch ein Atemgurt zur Erfassung der Herzkurve und der Atembewegung angelegt. Je nach Fragestellung werden dem Patienten vor der Untersuchung ein venöser Zugang in eine Armvenen zur Medikamenten- und Kontrastmittelverabreichung gelegt. Eine komplette Herz-MRI-Untersuchung setzt sich aus mehreren Einzelmessungen zusammen, die genau geplant werden müssen, um gute Bilder zu erhalten. So können während der Untersuchung kleinere Pausen entstehen. Entscheidend für das Gelingen der Untersuchung ist, dass der Patient während der Untersuchung nicht atmet. Deshalb werden Atemkommandos gegeben, die so gut wie möglich zu befolgen sind. Die Dauer der jeweiligen Atempausen beträgt ca. 10 – 15 Sekunden. Die Dauer der gesamten Untersuchung nimmt ca. 45-60 Minuten in Anspruch.

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Blutflusssimulation mittels MRI in  einem Patienten mit erweiterter Hauptschlagader (Aortenaneurysma)