MRT der Prostata

​In der Schweiz ist der Prostatakrebs mit ca. 5600 neu diagnostizierten Fällen pro Jahr die häufigste Krebsart beim Mann und die zweithäufigste Todesursache. Als Ergänzung zu den herkömmlichen Methoden der Prostatakrebsdiagnostik wie dem Tastbefund und dem Blutserummarker „PSA“ (prostataspezifisches Antigen) hat sich in letzter Zeit die Magnetresonanztomographie (MRT) etabliert.

Dank Fortschritten in der MRT-Technik lassen sich nun zusätzlich zur anatomisch/morphologischen Information zur Prostata auch funktionelle Gewebeeigenschaften darstellen, welche uns einen Einblick geben in die Gewebearchitektur und die Durchblutungseigenschaften des Prostatagewebes. Die Kombination der anatomischen und der funktionellen Information der MRT wird als „multiparametrische MRT“ bezeichnet.

Die Kombination und Integration dieser vielfältigen und komplexen Information, welche im Rahmen einer solchen multiparametrischen Prostata-MRT Untersuchung erhoben wird, ermöglicht die Gewinnung von Kenntnissen hinsichtlich des Vorliegens, der Lokalisation, der Ausbreitung und der Aggressivität des Prostatakrebses. Diese durch eine Prostata-MRT gewonnene Information ist für den zuweisenden Arzt unerlässlich zur Planung der bestmöglichen, auf den Patienten individuell zugeschnittenen Therapie des Prostatakrebses. 

Am USZ führen wir mittlerweile gegen 50 solcher Untersuchungen im Monat durch. Dank neuester Technik und Radiologen, welche in der Interpretation der Prostata-MRT ausgebildet sind, haben wir optimale Voraussetzungen, das volle Potential dieser modernen Untersuchungsmethode anzubieten und die daraus gewonnene Information zu nutzen.

Weiterführende Literatur:
Medical Forum (PDF)